Eugen Rosenstock-Huessy

and his significance

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Ein Schwerpunkt sind die Vorlesungsaufnahmen inclusive des Transkriptionen. Daneben Gritli-Briefe, Biographie und Bibliographie.


Jahrestagung 2012 der Eugen Rosenstock-Huessy-Gesellschaft

Thema: "Arbeitslosigkeit"

30. März - 1. April 2012 im Haus Salem in Bielefeld

Haus Salem
Haus Salem

Was geschieht mit einem Menschen oder einer Gruppe, die vom einen zum anderen Moment entlassen ist von den bisherigen Verpflichtungen? Wenn eine/r nicht mehr mitmachen kann oder darf? Was geschieht in dieser leergewordenen, freigewordenen Zeit? Auf eine eigene Art und Weise ist das unserer Gesellschaft selber passiert, jedenfalls wir als Vorstand haben das so wahrgenommen. Also schien es uns eine gute Idee, die Gestalt der Arbeitslosigkeit in ihrer Fülle (auch der Ruhestand gehört dazu, und abdanken in der Politik, und sogar als Vater und Mutter muss man einmal zurücktreten), und was Rosenstock-Huessy dazu zu sagen hat, zusammen zu erhellen.

Anhand des folgenden Textes:
Friedensbedingungen einer Weltwirtschaft, Eugen Rosenstock-Huessy, Juli 1958,
soll ein Gespräch stattfinden.

Arbeitslosigkeit, wie auch immer, gezwungen oder freiwillig, ist sie nicht die Gebärmutter der Erneuerung?

Weitere Informationen auf der Webseite der Eugen Rosenstock-Huessy-Gesellschaft.


Jahrestagung 2011

"Der 9. November 1918"
- ist er so radikal, wie ihn Eugen Rosenstock-Huessy erlebt hat, unser Schicksal?

15.-17. April 2011 im Haus Salem in Bielefeld

In der „Hochzeit des Kriegs und der Revolution“ 1920 hat Eugen Rosenstock-Huessy ausführlich und existentiell mitgeteilt, wie er die Jahre 1917 bis 1919 im Ersten Weltkrieg bis zum Friedensschluß erlebt hat. Immer wieder hat er den Zusammenbruch am 9. November 1918 als das entscheidende Datum angesprochen: die Gesprächszusammenhänge, die bis dahin das geistige und soziale Leben bestimmt hatten, brachen so zusammen, daß jeweils die Sprecherseite scheinbar bestehenblieb, die Hörerseite aber verlorenging. Der Pastor verlor seine Gemeinde (Religio depopulata), der Professor verlor das Ohr des Rates am Fürstenhof und damit den ernstlichen Grund für alles Forschen, der Offizier verlor das Gegenüber der Zivilen (oder umgekehrt), die Herrschenden verloren ihr Herkommen, mit Art und Gebärde, die Nation verlor den Chor der anderen Nationen, der erst zusammen ein ganzes ausmachte, die Männer, die jahrelang im Krieg waren, verloren das Gehör der Frauen (und umgekehrt), das Universale (die Kirche) verlor das Gehör des Lokalen (der Ortsgemeinde), die Künstler verloren die aufmerksam Hörenden, Schauenden, Lesenden, die in dem Kunstwerk das eigene Erstaunen wiederfinden möchten.

Zum Frieden sollten, in den drei Schlußkapiteln, neue Gesprächslagen geschaffen werden: zwischen Arbeitgebern und Arbeitern in der Arbeitsgemeinschaft als Form andragogischen Wirkens, zwischen Mann und Frau durch die neue Würde der Tochter, die unmittelbar vom Geist angerührt wird, zwischen den Zeiten und den Räumen, indem der Menschheit in der räumlichen Gleichzeitigkeit das Menschengeschlecht durch die Zeiten als Gesprächspartner gegenübertritt.

Wir wollen also während der Tagung fragen, wie ernst der Verlust der Ämter in Pastor, Professor, Offizier, Politiker, Mann, Künstler unsere eigenen Erfahrungen beschreibt, und wollen finden, wie es mit den drei heilenden Strömen bei uns steht.


Radiobeitrag über Eugen Rosenstock-Huessy

Programmvorschau: 25. August 2010, DLF Kultur,

Vor 90 Jahren:
Nach einer Schließung des Daimler-Werks in Stuttgart
erscheint die letzte Ausgabe der Werkzeitung

Eugen Rosenstock-Huessy hatte das Angebot, als Rechtsgelehrter an der Weimarer Verfassung mitzuarbeiten. Stattdessen entschloß er sich, bei Daimler in Stuttgart-Untertürkheim die erste Werkzeitung Deutschlands zu gründen.

Ein Gespräch mit dem Vorstandsmitglied der Daimler-Motoren-Gesellschaft, Dr. Paul Riebensahm, im April 1919 hatte den Weg freigemacht. Zwischen Juni 1919 und August 1920 erschienen 19 Ausgaben der Daimler-Werkzeitung. Eugen Rosenstock-Huessy wollte den Arbeitern nach den Erschütterungen des Ersten Weltkrieges wieder eine Sprache geben und die klassische Kluft zwischen ihnen und der Werksleitung überbrücken.

Die Zeitung verstand sich beileibe nicht als ein PR-Organ der Werksleitung. Eugen Rosenstock-Huessy lehnte es sogar ab, daß sein Name auf der Gehaltsliste von Daimler erscheint, und schrieb selber nur unter Pseudonym. Auch inhaltlich wurden nicht nur interne Themen aufgenommen. Neben Beiträgen über Metallverarbeitung erschienen auch Artikel zu ausgewählten Kunstwerken und zur Architektur neuer Reihenhaussiedlungen.

Im August 1920 besetzten radikalisierte Arbeiter das Daimler-Werk in Untertürkheim. Das Werk wurde vorübergehend geschlossen, die Werkzeitung war am Ende. – Diesem Ereignis vor 90 Jahren widmet sich der Beitrag des Deutschlandfunks / Deutschlandradios Kultur.

Sendezeiten:
Mittwoch, 25. August 2010
5.45 Uhr Kalenderblatt im Deutschlandradio Kultur
9.05 Uhr Deutschlandfunk, Kalenderblatt
9.55 Uhr Kalenderblatt im Deutschlandradio Kultur (Wiederholung von 5.45 Uhr)

Die Frequenzen sind hier zu erfahren.

Ein schöner Überblicks-Artikel zum Thema:
Die Daimler Werkzeitung von 1919 bis 1920

Lothar Mack
CH-Thalheim, den 17. August 2010


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